Scheidungen, Überschuldung,
Krankheit, Arbeitslosigkeit
und Insolvenz sind u. a.
wesentliche Gründe
für die Zwangsversteigerung
von Häusern, Wohnungen,
Grundstücken und Gewerbeimmobilien.
Der Zugriff auf den Vermögenswert Immobilie
von Gewerbetreibenden und Privatpersonen
bleibt oftmals die letzte Möglichkeit des
Gläubigers,
seine Forderungen im Ganzen oder wenigstens
zum Teil zu befriedigen. Wie die Verlagsagentur
Argetra,
Herausgeberin des bundesweiten Versteigerungs-kalenders,
mitteilte, stieg die Zahl der Versteigerungen
im letzten Jahr bundesweit auf über 92577
Termine. Die Zahl der Termine in
Hamburg, Schleswig-Holstein und vielen
neuen Bundesländern
stieg dabei zum Teil auf bis zu 17
Prozent. Einige „alte“ Bundesländer
hingegen warten laut Verlagsangaben
mit einer rückläufigen
Entwicklung bei den Zwangsver-steigerungen
auf: Rheinland-Pfalz ca. minus 14 Prozent,
Bayern ca.
minus 8 Prozent und Baden-Württemberg ca.
minus 7 Prozent.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die
Situation in diesem Jahr entwickeln wird. Den allgemeinen
Einschätzungen zu Folge und in Anbetracht
der konjunkturellen Lage glauben die wenigsten
an eine positive Änderung. Man befürchtet,
dass sich in einigen Strukturschwachen Regionen
der Republik die Zahl der
Zwangsversteigerungen weiterhin erhöhen wird.
Stand:
01.04.2003